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Vegane Multinährstoffe

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Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2022

1. Allgemeines

Die Problematik der suboptimalen Nährstoffbedarfsdeckung ist keineswegs lediglich ein Problem von vegan lebenden Menschen. Auch die deutsche mischköstliche Allgemeinbevölkerung würde in vielen Fällen von einer gezielten Supplementierung profitieren. Das legen Untersuchungen wie die Nationale Verzehrsstudie II (NVS II) nahe, die gezeigt hat, dass beispielsweise über 80 % der Deutschen suboptimal mit Vitamin D und Folat versorgt sind.1 Die NVS II zeigte auch, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung nicht die Optimalzufuhr an Vitamin E erhält. Außerdem erreichen ohne die Verwendung von Jodsalz über 90 % der Bevölkerung unabhängig ihrer genauen Ernährungsweise die Zufuhrempfehlungen für Jod nicht.

So wird folgerichtig in der Schwangerschaft auch in der Mischkost Folsäure standardmäßig supplementiert, um das Risiko von Neuralrohrdefekten bei Neugeborenen zu reduzieren.2 Neugeborenen wird im Zuge der Vitamin-K-Prophylaxe außerdem Vitamin K verabreicht.3 Dies dient zur Prävention von Vitamin-K-Mangel-Blutungen und wird standardmäßig und nicht nur bei veganer Ernährung durchgeführt.

Jede Ernährungsweise hat gewisse kritische Nährstoffe.
Diese gilt es zu kennen und zu decken.

Bei Watson Nutrition haben wir uns auf die Bedarfsdeckung von Personen, die sich überwiegend oder rein pflanzlich ernähren, fokussiert und bieten mit unseren 3 Multinährstoffen eine optimale Auswahl für jede Art der veganen Kostzusammenstellung. Für Multinährstoffe haben wir uns deshalb entschieden, weil es mehrere kritische Mikronährstoffe gibt und eine Kombination in einem Präparat sinnvoll, praktisch und günstiger ist. Würde man eine vergleichbare Nährstoffzusammenstellung über Monopräparate zuführen, wäre das nicht nur unpraktischer und man müsste deutlich mehr Kapseln schlucken, sondern es wäre auch um ein Vielfaches teurer für den Konsumenten.

Das Ziel der Multinährstoffe ist die Bereitstellung essenzieller Mikronährstoffe. Sie liefern also sowohl Vitamine als auch Mineralstoffe. Selbstverständlich ist ein Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine gesunde Ernährung, sondern – wie der Name nahelegt – lediglich eine Ergänzung zu einer möglichst isokalorischen, vollwertigen und abwechslungsreichen Kost. Im Falle der veganen Ernährung ist ein Multinährstoff unter den aktuellen Rahmenbedingungen allerdings eine äußerst wichtige Ergänzung, da ansonsten im Durchschnitt eine Reihe an essenziellen Mikronährstoffen zu kurz kommen kann.

2. Sicherheit von Multinährstoffen

Dr. Walter Willett, einer der meistzitierten Epidemiologen unserer Zeit, empfiehlt in seinen Veröffentlichungen für jede Art der restriktierten Ernährung (z.B. vegetarische oder vegane Ernährung) ein Multinährstoffpräparat als „Sicherheitsnetz“, um eine Grundversorgung an essenziellen Nährstoffen sicherzustellen.4 Auch weitere Wissenschaftler schreiben in ihren Veröffentlichungen, dass aufgrund einer suboptimalen Kostzusammenstellung sehr viele Personen keine adäquate Nährstoffversorgung aufweisen und es ihrer Ansicht nach vernünftig wäre, dass Personen diese Nährstoffe ergänzend über ein Supplement zuführen.5

Die größte Ernährungsfachgesellschaft der Welt, die Academy of Nutrition and Dietetics (AND), schreibt in Bezug auf Multinährstoffpräparate ebenfalls, dass diese bei regelmäßiger Anwendung und guter Zusammenstellung die Nährstoffzufuhr deutlich erhöhen und somit zu einer besseren Nährstoffbedarfsdeckung beitragen können.6

Auch das Department of Nutrition der Harvard T.H. Chan School of Public Health empfiehlt Multinährstoffpräparate bei Ernährungsformen mit limitierter Lebensmittelauswahl (zu denen auch Ernährungsformen mit Restriktionen an tierischen Lebensmitteln zählen) zur Schließung von Nährstofflücken.7

Multinährstoffe bieten eine einfache, sichere und praktische Möglichkeit zur Deckung potenziell kritischer Mikronährstoffe.

Multinährstoffpräparate sind bei richtiger Dosierung risikoarm. Die Risiko-Nutzen-Abwägung zeigt, dass Multinährstoffpräparate mit zehn oder mehr Nährstoffen in physiologischen Dosierungen ein überaus geringes Risikopotenzial aufweisen und ihre langfristigen Vorteile ihre kaum bis gar nicht vorhandenen Nachteile bei weitem übersteigen.8

3. Nährstoffmängel – Aufklärung als erster Schritt

Das Problem der mangelnden Zufuhr an einer ganzen Reihe an essenziellen Mikronährstoffen ist oft auf mangelndes Wissen zurückzuführen. Die größte Herausforderung liegt demnach darin Menschen im ersten Schritt bewusst zu machen, dass sie in Bezug auf manche Nährstoffe unterversorgt sein könnten und welche langfristigen Konsequenzen dies für die eigene Gesundheit haben kann.

Solange das Hauptaugenmerk von Lebensmittelproduzenten auf dem Aussehen der Produkte, deren Geschmack und der Haltbarkeit anstatt auf dem Gehalt an Nährstoffen liegt und es keine gesetzlichen Mindestgehalte für Nährstoffe in Lebensmitteln gibt, wird eine Sicherstellung der Nährstoffzufuhr ohne Nahrungsergänzung oft schwer möglich sein.

Es gilt sich also zu informieren und potenziell kritische Nährstoffe separat zu supplementieren, um eine Bedarfsdeckung sicherzustellen und langfristig Nährstoffmängel zu vermeiden.

In früheren Zeiten pflegte der Mensch einen deutlich aktiveren Lebensstil und verbrannte dadurch mehr Kalorien. Das erlaubte ihm wiederum mehr Nahrung zu sich zu nehmen und somit stand eine größere Menge an Lebensmitteln zur Deckung des Nährstoffbedarfs zur Verfügung. Die meisten westlichen Personen pflegen heutzutage nicht nur einen deutlich inaktiveren Lebensstil, sondern viele Lebensmittel weisen (bedingt durch suboptimale Züchtung, Verarbeitung etc.) im Verhältnis zu ihrer Kaloriendichte eine deutlich geringere Nährstoffdichte auf. Dieser Umstand erschwert eine optimale Nährstoffbedarfsdeckung.

4. Vegane Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In Deutschland wird zur Verbesserung der Versorgung der mischköstlichen Bevölkerung in vielen Fällen das Tierfuttermittel in der industriellen Tierhaltung mit Nährstoffen wie Jod und Selen angereichert,9 was wiederum zu einer Nährstoffanreicherung im Fleisch, in der Milch, in den Eiern etc. führt. Auf die Nährstoffbedürfnisse von vegan lebenden Menschen wird jedoch nicht im selben Maße geachtet. Diese spezielle Situation veranlasste 2016 die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem Positionspapier zu veganer Ernährung, eine rein pflanzliche Ernährungsweise für Risikogruppen wie Schwangere, Stillende und Kleinkinder nicht zu empfehlen. Die DGE nennt neben Protein bzw. gewissen essenziellen Aminosäuren sowie Omega-3-Fettsäuren acht potenziell kritische Mikronährstoffe, die vor allem in Zeiten eines erhöhten Nährstoffbedarfs nicht oder nur schwer über vegane Lebensmittel gedeckt werden können.10 Diese Ablehnung der veganen Ernährungsweise steht damit zwar im Gegensatz zu den Fachgesellschaften anderer Länder wie den USA,11 die eine vegane Ernährungsweise in jeder Lebensphase empfehlen, ist aber nachvollziehbar, da in der DACH-Region im Vergleich zu den USA die Anreicherung der Lebensmittel weniger ausgeprägt ist und die amerikanische Bevölkerung durchschnittlich auch mehr supplementiert als die deutsche.12 Im Jahr 2008 nahmen nur etwas mehr als ein Viertel der deutschen Bevölkerung Nahrungsergänzungsmittel.13 Diese Zahl erhöhte sich im Jahr 2021 zwar bereits auf etwa 70 %,14 aber dennoch ist gerade unter Personen mit speziellen Ernährungsweisen das Problembewusstsein in Bezug auf die Notwendigkeit einer Supplementierung noch nicht ausreichend.

Bis diese Unzulänglichkeiten deutschlandweit (ebenso wie in der Schweiz und in Österreich) ausgeglichen sind, ist die Verwendung eines auf die Bedürfnisse vegan lebender Menschen zugeschnittenen Multinährstoffpräparats der einfachste, bewährteste und kosteneffizienteste Weg, um eine adäquate Versorgung mit Mikronähstoffen bei veganer Ernährung hierzulande sicherzustellen.

5. Unsere veganen Multinährstoffe

Nachfolgend werden unsere drei Multinährstoffpräparate erläutert und es wird gezeigt welche Variante für welche Art der veganen Kostzusammenstellung am besten geeignet ist und wie sich diese Präparate voneinander unterscheiden.

Für alle drei Multinährstoffe gelten die folgenden Punkte:

  • Sie wurden speziell für eine vegane Ernährungsweise formuliert.
  • Sie sind für eine tägliche und dauerhafte Einnahme konzipiert.
  • Sie sind nicht zum Ausgleich schwerer Nährstoffmängel konzipiert. Hier müssen temporär höher dosierte Präparate eingenommen werden.
  • Sie wurden für die speziellen Nährstoffbedürfnisse von in Europa lebenden Personen mit Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammengestellt.
  • Sie sollten stets mit einer Mahlzeit mit zumindest moderatem Fettgehalt eingenommen werden, um die Absorption der enthaltenen fettlöslichen Vitamine zu gewährleisten.
  • Sie sind für gesunde erwachsene Personen ohne Primärerkrankungen mit Normalgewicht gedacht.

Aufgrund vergleichbarer Nährstoffbedürfnisse können die Multinährstoffe darüber hinaus auch von veganen Kindern und Jugendlichen ab dem 13. Lebensjahr in derselben Dosierung eingenommen werden. Für vegan lebende Kinder unter 13 Jahren ist keiner der drei Multinährstoffe geeignet. Hierfür werden wir zukünftig noch ein eigenes Präparat entwickeln, das im Laufe des Jahres verfügbar sein wird.

Auch für vegan lebende Schwangere und Stillende ist keiner dieser drei Multinährstoffe optimal zusammengestellt, aber in dieser Zeit können sie als Basissupplementierung verwendet werden. Jene Stoffe, die in höherer Dosis benötigt werden, müssten dann aber zusätzlich supplementiert werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte darüber hinaus besonders auf die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren geachtet werden.

Für all diese Lebensphasen wird es zukünftig eigene Präparate geben, die alle Nährstoffe optimal dosiert in einem Produkt liefern. Mehr Details zu all diesen Multinährstoffen folgen zukünftig sowohl auf Instagram als auch im Newsletter.

Für Personen mit Primärerkrankungen mit Auswirkungen auf den Mikronährstoffbedarf oder Personen mit stark ausgeprägtem Über- bzw. Untergewicht gelten separate Empfehlungen, die durch diese Präparate nicht optimal abgedeckt werden. Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten jedes dieser Präparate (ebenso wie andere Nahrungsergänzungsmittel) nur in Rücksprache mit der behandelnden medizinischen Fachkraft zuführen, da gewisse Nährstoffe Wechselwirkungen mit Medikamenten haben können.

Wenn einer unserer Multinährstoffe verzehrt wird, dann sollten die nachfolgenden Lebensmittel nicht in großer Menge und regelmäßig verzehrt werden:

Algen: Viele Algen (z.B. Kombu, Arame, Wakame, Nori etc.) enthalten große Mengen an Jod. Da der Tagesbedarf an Jod durch jeden Multinährstoff bereits zur Gänze abgedeckt ist, kann ein zusätzlicher regelmäßiger Algenverzehr (vor allem von sehr jodreichen Algen) zu einer Überdosierung an Jod führen. Ein gelegentlicher Verzehr stellt jedoch kein Problem dar.

Paranüsse: Paranüsse sind die selenreichsten pflanzlichen Lebensmittel. Da der Tagesbedarf an Selen durch jeden Multinährstoff bereits zur Gänze abgedeckt ist, kann ein zusätzlicher regelmäßiger Paranussverzehr zu einer Überdosierung mit Selen führen. Ein gelegentlicher Verzehr stellt jedoch kein Problem dar.

Bei der Einnahme eines der Multinährstoffpräparate besteht außerdem kein Bedarf an der Einnahme weiterer Multinährstoffe. Im Gegenteil kann dies auf Dauer zu einer Überversorgung führen. Es kann jedoch sinnvoll sein, unter gewissen Umständen noch weitere Nährstoffe (z.B. langkettige Omega-3-Fettsäuren) zu ergänzen, da die Multinährstoffe nur Mikronährstoffe (also Vitamine und Mineralstoffe) liefern. So ist es problemlos möglich – und in vielen Fällen empfohlen – jeden der drei Multinährstoffe auch langfristig mit unserem Omega-3-Präparat ProVeg Omega 3+ zu kombinieren.

Außerdem kann es – wie an früherer Stelle erwähnt – bei einem diagnostizierten Mangel ratsam sein einzelne Mangelnährstoffe kurzfristig zum Ausgleich zusätzlich als Monopräparat zuzuführen, bis der jeweilige Mangel ausgeglichen ist. Mehr Informationen hierzu folgen zukünftig in weiteren Artikeln.

5.1. ProVeg Essentials
Veganer Multinährstoff ProVeg Essentials

In der Theorie kann jeder essenzielle Nährstoff für den Menschen im Rahmen einer gut geplanten veganen Ernährung gedeckt werden. In der Praxis ist dies jedoch bei wenigen Nährstoffen extrem umständlich, unnötig teuer und zum Teil auch unsicher, weil nicht genau gesagt werden kann welche Menge genau zugeführt wird.

Um alle lebensnotwendigen Nährstoffe über die Ernährung abzudecken, müsste für Selen beispielsweise regelmäßig Getreide aus selenreichen Gebieten wie Nordamerika oder Finnland konsumiert werden. Beim Einkauf darauf zu achten ist unnötig aufwändig und aufgrund von Schwankungen im Selengehalt der Böden etwas unsicher. Auch aus ökologischen Aspekten ist es sinnvoller auf regionalere Quellen zurückzugreifen.

Für Jod müsste selbst in der Mischkost täglich jodiertes Speisesalz zugeführt werden. Für eine optimale Jodzufuhr im Rahmen einer veganen Ernährung ist jodiertes Speisesalz hierzulande jedoch nicht in ausreichender Höhe angereichert, um auf die empfohlene Menge zu kommen, ohne gleichzeitig die Höchstmenge für den Salzkonsum zu überschreiten. Man müsste also zusätzlich auf Algen zurückgreifen. Hier ist wiederum nicht bekannt wie viel Jod enthalten ist, weil es nicht kontrolliert und auf der Verpackung angegeben wird. Es kann extrem große Schwankungen geben und ein Nahrungsergänzungsmittel mit Jod stellt demnach die sicherere Option dar.

Vitamin B12 kann theoretisch über angereicherte Lebensmittel gedeckt werden, jedoch sind die zugesetzten Mengen meistens so gering, dass man mindestens zweimal täglich größere Mengen davon konsumieren müsste, um den Bedarf zu decken. Das kommt für einige Personen nicht in Frage und verkompliziert den Alltag und die Planung unnötig. Oft sind angereicherte Lebensmittel auch etwas teurer und Bio-Produkte dürfen per EU-Verordnung überhaupt nicht mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden15 und fallen hier für die Versorgung komplett weg. Erneut stellt eine Supplementierung die einfachere, sicherere und günstigere Alternative dar.

Der Bedarf an Vitamin D hat weniger mit der Ernährungsweise und mehr mit der Sonnenexposition zu tun, da der Körper dieses Vitamin bei ausreichender Sonnenexposition selbst bilden kann. In den Wintermonaten ist die Sonneneinstrahlung hierzulande jedoch generell zu gering dafür und im Sommer wird die Eigensynthese durch diverse Faktoren meist negativ beeinflusst. Mehr Infos zur Vitamin-D-Versorgung gibt es zukünftig in einem separaten Artikel. Darüber hinaus sollte stets das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Sonnenexposition im Auge behalten werden. Mit zunehmender Zeit an der Sonne steigt einerseits die Vitamin-D-Synthese, aber andererseits nimmt bei übermäßiger Sonnenbestrahlung gleichzeitig das Hautkrebsrisiko zu. Benutzt man Sonnencreme, reduziert man zwar das Hautkrebsrisiko, aber ebenso die Vitamin-D-Synthese. Daher ist auch hier eine Nahrungsergänzung der einfachere und sicherere Weg zur Vitamin-D-Bedarfsdeckung.

ProVeg Essentials liefert die 4 allerkritischsten
Mikronährstoffe bei veganer Ernährung.

Aus diesem Grund haben wir die beschriebenen 4 Nährstoffe (Vitamin B12, Vitamin D, Jod und Selen) in unser Multinährstoffpräparat ProVeg Essentials inkludiert. Dabei handelt es sich um die allerkritischsten Mikronährstoffe bei veganer Ernährung, die nur mit erheblichem Aufwand und unnötig hohen Kosten über die Ernährung gedeckt werden können und deshalb supplementiert werden sollten. Das Präparat liefert 120 kleine Kapseln, die leicht zu schlucken sind. Eine Kapsel bildet eine Tagesportion und somit hat man für nur knapp 11 Cent pro Tag die kritischsten Mikronährstoffe gedeckt.

Wenn man eine besonders ausgewogene, vollwertige und gut geplante vegane Ernährung mit einem täglichen Konsum von mit Calcium angereicherter Pflanzenmilch und einem Fokus auf bestimmte Lebensmittel, die besonders reich an bestimmten kritischen Nährstoffen sind, verfolgt, dann stellt dieses Präparat eine perfekte Ergänzung in Bezug auf die Mikronährstoffversorgung dar.

5.2. ProVeg Essentials+
Veganer Multinährstoff ProVeg Essentials+

Hierbei handelt es sich um unser erstes Produkt, mit dem im Sommer 2021 alles begonnen hat. Die Formulierung beruht dabei auf der SiP-Arbeit von Niko Rittenau, die er im Zuge seines Masterstudiums für Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin geschrieben hat. Das Ziel dieser Arbeit war es eine bestmögliche Formulierung für ein Multinährstoffpräparat für vegan lebende Personen zu finden. Dabei wurden die gewählten Nährstoffe auf die optimale Dosierung und Verbindung beschrieben und gezeigt, weshalb die jeweilige Dosierung und Verbindung gewählt werden sollte. Eine Abwandlung dieser Arbeit bieten wir als kostenloses eBook zum Download auf der Produktseite vom ProVeg Essentials+ an. Sprich alle weiteren Details kann man sich bei Interesse dort auf knapp 90 Seiten (inkl. Quellen) durchlesen.

ProVeg Essentials+ liefert alle potenziell kritischen Mikronährstoffe bei veganer Ernährung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Präparat für die allermeisten Personen bei veganer Ernährung eine gute Basisversorgung aller potenziell kritischen Mikronährstoffe liefert. Inkludiert wurden alle Vitamine und Mineralstoffe, die von der DGE als potenziell kritisch benannt werden und zudem auch Vitamin A, Vitamin K2 und Cholin, bei denen es auf Basis neuerer Untersuchungsergebnisse ebenfalls zu Engpässen kommen kann. Mehr Details zur Inkludierung dieser Nährstoffe finden sich wie beschrieben im eBook und speziell zum wichtigen (aber vielen Personen unbekannten) Nährstoff Cholin wird es zukünftig ebenfalls noch einen separaten Artikel geben.

Unser Fokus bei der Wahl der Nährstoffverbindungen liegt stets auf der höchsten Qualität. Das bedeutet konkret, dass Mikronährstoffverbindungen mit guter Verträglichkeit, hoher Bioverfügbarkeit, geringem Risikopotenzial sowie einem hohen Reinheitsgrad verwendet werden.  Wenn immer möglich verwenden wir Markenrohstoffe, da diese in der Regel eigene Studien zur Wirksamkeit zugrunde liegen haben und darüber hinaus kann hier transparent verfolgt werden um welchen Rohstoff es sich genau handelt und von welchem Unternehmen dieser produziert wird. Leider gibt es nicht zu jeder Nährstoffverbindung einen Markenrohstoff. Aktuell enthält ProVeg Essentials+ fünf Rohstoffe als Markenrohstoff.

Trotz der umfangreichen Datenlage zur Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln möchten wir darüber hinaus sämtliche Eventualitäten ausschließen und finanzieren daher eine Studie zur Wirksamkeit dieses Multinährstoffs in Kombination mit dem Omega-Präparat ProVeg Omega 3+. Diese Interventionsstudie wird unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Keller vom Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) durchgeführt. Mehr Infos hierzu gibt es auf unserer Forschungs-Unterseite.

Sofern die jeweilige vegane Ernährung nicht rundum bestens geplant und umgesetzt ist, legen wir allen vegan lebenden Personen nahe, den Multinährstoff ProVeg Essentials+ zu bevorzugen, da dieser die Nährstoffversorgung erleichtert und den Speiseplan und damit den Alltag flexibler gestaltet. Die Formulierung des Multinährstoffs wurde seit seiner Ersteinführung im Jahr 2021 an mehreren Stellen aktualisiert und die vorerst letzte große Anpassung der Zusammenstellung erfolgte im Rahmen der Einführung der beiden alternativen Multinährstoffe ProVeg Essentials und Vegan Complete.

Uns war es wichtig auch den Multinährstoff ProVeg Essentials+ trotz der hochwertigen und damit teuren Inhaltsstoffe und der Finanzierung der ergänzenden Studie möglichst preiswert zu gestalten. Mit diesem Mutlinährstoff kann man für nur 28 Cent pro Tag sämtliche potenziell kritische Nährstoffe bei veganer Ernährung decken und ist somit im Rahmen der täglichen Ernährung freier in der Lebensmittelauswahl und muss sich weniger Gedanken um eine rundum optimierte Lebensmittelzufuhr machen.

Um sämtliche potenziell kritische Nährstoffe in eine Kapsel zu bekommen, musste der Calciumgehalt auf 120 mg pro Tagesportion begrenzt werden. Dies genügt, sofern mehrmals täglich mit Calcium angereicherte vegane Milchalternativen wie Pflanzendrinks und -joghurts verzehrt werden. Ist dies nicht der Fall, so kann man zukünftig unser (sich aktuell in der Entwicklung befindendes) geruchs- und geschmacksloses, offenes Calcium-Pulver jeder veganen Mahlzeit hinzugeben, um die Ernährung mit etwas extra Calcium zu ergänzen ohne, dass mehrere Kapseln geschluckt werden müssen.

5.3. Vegan Complete
Veganer Multinährstoff Vegan Complete

Vegan Complete stellt eine Erweiterung vom ProVeg Essentials+ dar und enthält sämtliche essenzielle Mikronährstoffe für eine Rundumversorgung. Die Dosierungen wurden so gewählt, dass eine Grundversorgung unabhängig der genauen veganen Kostzusammenstellung gewährleistet werden kann, aber andererseits eine gesundheitlich abträgliche Überversorgung (gekennzeichnet durch das Überschreiten des „Tolerable Upper Intake Levels“ der Fachgesellschaften) vermieden wird.

Die Dosierungen beim Calcium und Citicolin sind im Gegensatz zum Essentials+ angehoben (Calcium von 120 auf 300 mg und Citicolin von 100 auf 200 mg). Außerdem wurden viele weitere Mikronährstoffe ergänzt. Die beiden B-Vitamine B2 und B12, die auch im Essentials+ enthalten sind, wurden um einen B-Komplex erweitert und auch Vitamin C wurde bei den wasserlöslichen Vitaminen inkludiert. Bei den fettlöslichen Vitaminen wurde neben den Vitaminen A, D und K, die auch alle im Essentials+ enthalten sind, zusätzlich eine moderate Menge an Vitamin E ergänzt, um auch hier die Versorgung mit sämtlichen fettlöslichen Vitaminen sicherzustellen. Außerdem wurden alle anderen essenziellen Mineralstoffe (außer jene, die laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung nicht extra supplementiert werden sollen [Natrium, Chlorid, Phosphor und Fluorid])16 hinzugefügt, sodass die Rundumversorgung auch bei den Mengen- und Spurenelementen gewährleistet ist.

Vegan Complete liefert alle essenziellen Mikronährstoffe
in hoch bioverfügbarer Form und optimaler Dosierung.

Dieser Multinährstoff ist speziell für Personen gedacht, die im Alltag nicht immer konsequent auf eine rundum ausgewogene Ernährung achten können oder in Bezug auf ihre Mikronährstoffversorgung auf Nummer sicher gehen möchten. Aber auch für Personen, die sich intensiv mit ihrer veganen Ernährung auseinandersetzen, hat dieser All-inclusive-Multinährstoff seinen Reiz. Aufgrund teils veralteter Analysen des Nährstoffgehalts von Lebensmitteln, fehlender Kontrolle des Erhalts von Nährstoffen während der Lebensmittelverarbeitung und weiterer Hürden am Weg zur optimalen Nährstoffbedarfsdeckung kann Vegan Complete selbst bei abwechslungsreicher veganer Ernährung ein gutes Sicherheitsnetz darstellen: Der Multinährstoff garantiert, dass sämtliche etwaige Engpässe auf täglicher Basis ausgeglichen werden und stellt durch seine an die Bedürfnisse von vegan lebenden Menschen angepasste Formulierung zugleich sicher, dass es an keiner Stelle in Kombination mit der Nährstoffzufuhr aus der Nahrung zu einer Überversorgung kommt. Er bietet also eine perfekte Rundumversorgung aller wichtigen Mikronährstoffe in hoch bioverfügbarer Form und optimaler Dosierung.

Da die Tagesportion aus 4 Kapseln besteht lautet die Zufuhrempfehlung 2x täglich jeweils 2 Kapseln unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Mahlzeit einzunehmen.

Diese Zufuhrempfehlung hat es uns aufgrund der Aufteilung auf zwei unterschiedliche Einnahmezeitpunkte ermöglicht, den Vitamin B12 Gehalt von 100 µg auf 20 µg zu senken (mehr Informationen was es damit auf sich hat folgen zukünftig in einem eigenen Artikel zu Vitamin B12). Dieses Präparat bietet also auch eine optimale Lösung für alle Personen, die Probleme mit B12-Hochdosen in Bezug auf Hautunreinheiten haben.

6. Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Multinährstoff ProVeg Essentials das absolute Minimum an Nährstoffergänzung bei veganer Ernährung liefert. Wenn man die Ernährung nicht wie beschrieben verkomplizieren, nur das Minimum an Mikronährstoffen supplementieren und trotzdem einen Mangel der allerkritischsten Mikronährstoffe vermeiden möchte, dann ist dieses Produkt die passende Wahl.

ProVeg Essentials+ liefert ein etwas größeres Spektrum an potenziell kritischen Mikronährstoffen und stellt eine gute Basisversorgung bei einer durchschnittlich ausgewogenen, aber nicht optimierten veganen Kostzusammenstellung dar. Es bietet mehr Flexibilität in der Lebensmittelauswahl und man ist nicht auf die tägliche Zufuhr von bestimmten Nahrungsmitteln, die besonders reich an gewissen Nährstoffen sind, angewiesen.

Vegan Complete bietet eine Rundumversorgung mit sämtlichen lebensnotwendigen Mikronährstoffen. Dieser Multinährstoff ist für allen Personen konzipiert, die sich aufgrund ihres Alltags nicht immer rundum ausgewogen ernähren können, sowie für alle, die in Sachen Nährstoffzufuhr auf Nummer sicher gehen möchten. Nimmt man diesen Multinährstoffkomplex auf regelmäßiger Basis zu sich, ist ein Mangel an Mikronährstoffen in jeder Hinsicht ausgeschlossen, es kann aber ebenso wenig zu einer gesundheitlich abträglichen Überversorgung kommen.

7. Quellen

  1. Max Rubner-Institut (2008). Nationale Verzehrs Studie II – Ergebnisbericht, Teil 2. Zugriff am 11. März 2022.[]
  2. Greenberg, J.A., Bell, S.J., Guan, Y. & Yu, Y.H. (2011). Folic Acid supplementation and pregnancy: more than just neural tube defect prevention. Reviews in Obstetrics & Gynecology, 4 (2), 52–59.[]
  3. Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. (2013). Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen: Empfehlungen der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Monatsschrift Kinderheilkunde, 161 (4), 351–353.[]
  4. Skerrett, P.J. & Willett, W.C. (2010). Essentials of Healthy Eating: A Guide. Journal of Midwifery & Women’s Health, 55 (6), 492–501.[]
  5. Fletcher, R.H. & Fairfield, K.M. (2002). Vitamins for Chronic Disease Prevention in Adults: Clinical Applications. JAMA, 287 (23), 3127.[]
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  7. Harvard T.H. Chan School of Public Health. (o.d.). Should I Take a Daily Multivitamin? Zugriff am 11. März 2022.[]
  8. Ward, E. (2014). Addressing nutritional gaps with multivitamin and mineral supplements. Nutrition Journal, 13 (1), 72.[]
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  11. Melina, V., Craig, W., & Levin, S. (2016). Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, 116 (12), 1970–1980.[]
  12. Statista. (2021). Welche Arten von Nahrungsergänzungsmitteln haben Sie in den letzten 12 Monaten eingenommen? Zugriff am 11. März 2022.[]
  13. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. (2021). Nationale Verzehrsstudie II: Wie sich Verbraucher in Deutschland ernähren. Zugriff am 11. März 2022.[]
  14. Brandt, M. (2021). Nur 30% nehmen keine Nahrungsergänzungsmittel. Zugriff am 11. März 2022.[]
  15. Europäische Union. (2018). Verordnung (EU) 2018/848. Zugriff am 11. März 2022.[]
  16. Bundesinstitut für Risikobewertung. (2021). Aktualisierte Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln. Zugriff am 11. März 2022.[]

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